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An einem Montag im August
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Ich glaube, dieser Tag wird mir ewig in Erinnerung bleiben! Ich bin heute zum ersten Mal mit einem Fallschirm gesprungen (Tandem, versteht sich). Aber dieses Erlebnis ist einfach zu schön, um es wirklich beschreiben zu können. Das Gefühl ist einfach WAHNSINN! Zuerst allein schon die Vorbereitungen, wenn du in den Overall steigst, die Gurte umgelegt bekommst, letzte Erklärungen erhältst, das ist toll.
Dann steigst du ins dröhnende Flugzeug. Hinter dir schließt sich die Rampe. Das Dröhnen wird lauter und das Flugzeug holpert über die Startbahn. Du sitzt auf dem Fußboden, siehst kaum etwas durch die gegenüberliegenden kleinen Luken. Du spürst nur dieses Gefühl in dir. Du siehst die anderen Springer gegenüber was denken sie? Was geht in ihren Köpfen vor?
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Einige lachen übermütig, andere starren konzentriert auf irgendeinen Punkt. Du erhältst von deinem Tandem-Piloten die letzten Anweisungen. In dieser kurzen Zeit ist er dir zu einem „Kumpel“ geworden er weiß, was er tut du vertraust ihm blind ! Du probierst Brille und Helm sitzen sie gut zu locker noch fester ziehen, sie sollen bei dem Tempo ja halten. Du siehst aus dem Fenster. Nun heißt es, „Aufstehen!“ Dein Pilot stellt sich hinter dich, schnallt dich an sich fest, erst rechts an der Schulter dann links rechte Hüfte links nochmal fester. Dann Probe du hängst an ihm Füße zurück Hohlkreuz Kopf zurück. Letzter Check der Gurte nochmaliger Probelauf des Sprungs. Die Rampe geht auf Frage: „Alles o.k.? „Ja! „Du willst?!?“ „Na klar!!!“ dann los. Vor dir stehen 3 Springer an der Rampe. Sie zählen „Ready-Set-Go!“ und weg sind sie. Jetzt seid ihr dran, ihr steht vor der Öffnung du hörst auf, zu denken, alles geht so schnell. Du hörst hinter dir deine „2. Hälfte“ schreien: „Fertig dann los, mit Juhuuu!“ Ihr kippt vornüber, du verlierst den Boden unter den Füßen, du kannst keinen klaren Gedanken fassen, in deinem Kopf gehen tausend Dinge zugleich vor. Du reißt die Augen auf, kannst nicht glauben, was du siehst, hast nur dieses unheimlich tolle Gefühl in dir! Für Sekunden fällst du mit dem Kopf nach unten. Dann schwenkst du in die Bauchlage um, unter dir die weißen Wolken, der Wind pfeift dir um die Ohren. Plötzlich merkst du das Atmen fällt dir schwer; dunkel erinnerst du dich an die Anweisungen „durch die Nase atmen zur Seite sehen!“. Inzwischen habt ihr fast die Wolkendecke erreicht; du denkst unwillkürlich „da kann man doch unmöglich durchkommen“, doch du tauchst in sie ein lautlos was hast du erwartet: einen lauten Knall?! Es ist alles weiß um dich herum unwirklich du glaubst, du kommst überhaupt nicht mehr heraus. Plötzlich werden die Wolken dünner die Landschaft unter dir plötzlich ein Ruck du wirst in die Senkrechte gezogen, die Füße baumeln durch die Gegend, über dir ein flatterndes Geräusch du siehst den Schirm über dir.
Du siehst dich um. Es ist unbeschreiblich, du hängst in der Luft, siehst zu deinen Füßen baumelst sie übermütig hin und her darunter ist nichts rein gar nichts.
Da ist keine „brummende Blechkiste“ du fühlst dich frei! Langsam kommt die Landschaft näher. Ein Ziel wird anvisiert die Wiese neben der Straße.
Die Erde kommt immer näher Füße vorn hochheben Landung rutschen. Aufstehen Brille runter Händedruck WAHNSINN!Während des Sprungs hast du immer wieder Jubelschreie ausgestoßen jetzt fehlen dir die Worte. Du strahlst über’s ganze Gesicht! Du bist total aufgedreht kannst noch gar nicht begreifen, was geschehen ist.
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Erst später, als du im Auto sitzt, merkst du, wie müde du eigentlich bist aber das Gefühl ist toll! In diesem Augenblick weißt du das willst du selber auch lernen.
Renate Koppensteiner
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